- Bei der Migration wechselt nur die Storefront von PlentyShop LTS zu Shopify. PlentyONE bleibt dein ERP und wird angebunden.
- PlentyShop LTS ist Legacy: Neue Funktionen fließen nur noch in den Nachfolger, PlentyONE empfiehlt den Umstieg aktiv.
- Die native PlentyONE-Shopify-App synchronisiert Produkte, Bestände, Preise und Aufträge bidirektional. Kostenlos.
- Die apoio Shopify Toolbox schließt die B2B-Lücken der Standard-Schnittstelle: USt-ID, Auftragssprache, manuelle Zahlarten, lokale Abholung.
Viele PlentyONE-Händler glauben, ein Wechsel zu Shopify hieße, das ganze System neu aufzusetzen. Warenwirtschaft, Bestände, Marktplätze: alles weg, alles neu. Das stimmt nicht.
Beim Umstieg tauschst du nur den sichtbaren Teil: die Storefront. Dein PlentyShop LTS wird durch Shopify ersetzt. Dein PlentyONE bleibt als ERP im Hintergrund und wird per Schnittstelle angebunden. Kurz: Du bekommst ein modernes Frontend, ohne dein eingespieltes Backend zu verlieren.
Dieser Guide zeigt dir, wie diese Storefront-Migration in der Praxis läuft, wo die native Schnittstelle an Grenzen stößt und wie du sie schließt.
Was „Migration von PlentyShop LTS zu Shopify" wirklich bedeutet
Es wird nur die Storefront ausgetauscht. Das ERP bleibt. Dein Shop besteht aus zwei Schichten, die oft verwechselt werden: dem Backend, das Bestände, Preise und Aufträge verwaltet, und dem Frontend, das deine Kunden sehen. Migration heißt hier: neues Frontend, gleiches Backend.
Drei Begriffe musst du dafür sauber trennen:
- PlentyONE ist dein ERP: die Warenwirtschaft, das Bestands- und Multichannel-System. Das Herzstück.
- PlentyShop LTS ist die ältere Storefront-Software von PlentyONE, technisch auf dem Ceres-Framework. Das ist der Teil, der ersetzt wird.
- Shopify ist die neue Storefront, die vor dein bestehendes PlentyONE geschaltet wird.
Ein Hinweis zum Namen, weil er ständig für Verwirrung sorgt: „plentymarkets" heißt seit November 2024 offiziell PlentyONE. Die plentysystems AG hat ihre Marken unter diesem einen Namen zusammengeführt. Wenn du also irgendwo noch „plentymarkets zu Shopify" liest, ist dasselbe System gemeint. Warum der Name wechselte, erklären wir in unserem Beitrag warum plentymarkets jetzt PlentyONE heißt.
Diese Unterscheidung ist keine Wortklauberei. Sie entscheidet über Aufwand, Risiko und Kosten deiner Migration. Wer glaubt, er müsse PlentyONE komplett ablösen, plant ein Mammutprojekt und schreckt zu Recht davor zurück. Wer nur die Storefront wechselt, hat ein überschaubares Projekt vor sich.
Warum solltest du von PlentyShop LTS zu einem anderen Shop-System migrieren?
PlentyShop LTS ist eingefroren. Neue Funktionen fließen ausschließlich in den moderneren Nachfolger, den PlentyONE aktiv empfiehlt. LTS bekommt sie nicht mehr. Damit ist die Richtung klar, auch ohne dramatisches Enddatum.
Und das ist der Punkt: Es gibt kein bestätigtes, hartes Abschaltdatum für PlentyShop LTS. Wer dir mit „LTS wird abgeschaltet" Angst macht, verkauft dir Druck. Die ehrliche Lage ist unspektakulärer, aber genauso eindeutig: LTS ist Legacy, es steht auf dem Abstellgleis, und der Betreiber selbst rät zum Umstieg.
Warum viele Händler diesen Umstieg Richtung Shopify machen, statt zum neuen plentyShop zu wechseln, hat handfeste Gründe:
- Performance. Ältere Ceres-Storefronts gelten als träge. Und Tempo ist bares Geld: Schon eine Sekunde mehr Ladezeit kann dich rund sieben Prozent Conversions kosten. Über die Hälfte der Mobilnutzer springt ab, wenn eine Seite länger als drei Sekunden lädt.
- Flexibilität beim Theming. Anpassungen am LTS-Frontend sind zäh und oft von Entwicklern abhängig. Das bremst dich bei jeder Kampagne aus.
- App-Ökosystem. Shopify bringt einen riesigen App-Store mit, der schneller wächst als jede Plenty-eigene Erweiterungswelt.

Time-to-Market ist am Ende das Argument, das Entscheider überzeugt. Wenn dein Team eine neue Landingpage in Stunden statt Wochen baut, gewinnst du Tempo gegenüber dem Wettbewerb. Ähnlich haben wir das bei der Migration von Shopware zu Shopify beobachtet. Der Frontend-Wechsel löst Bremsen, die vorher niemand richtig benannt bzw. konkret wahrgenommen hat.
PlentyONE bleibt dein ERP, Shopify wird nur die Storefront
Shopify wird als reine Storefront vor PlentyONE geschaltet. Bestände, Preise und Aufträge steuerst du weiter zentral im ERP. Der Shop zeigt an, PlentyONE verwaltet. Diese Arbeitsteilung ist der ganze Trick.
Warum ist das so viel angenehmer als eine komplette Ablösung? Weil dein aufwendigster Teil unangetastet bleibt. Deine Multichannel-Anbindung an Amazon, eBay oder Otto läuft weiter über PlentyONE. Deine Lagerlogik, deine Auftragsabwicklung, deine gewachsenen Prozesse: alles bleibt. Du migrierst keine Jahre an Business-Logik, sondern stellst sie einfach in ein neues Schaufenster.

Dass sich dieses Hybrid-Setup bewährt, sieht man auch bei namhaften Marken, die Shopify als Storefront fahren und ein Plenty-System als ERP dahinter behalten. Genau so haben wir es etwa bei Denimfy mit angebundenem PlentyONE umgesetzt. Wenn du tiefer einsteigen willst, welche Systemarchitektur zu welchem Unternehmen passt, helfen wir dir als PlentyONE-Agentur gern weiter.
Wie PlentyONE und Shopify zusammenarbeiten
Die native PlentyONE-Shopify-App synchronisiert bidirektional und ist kostenlos. Sie steckt im Kern von PlentyONE, läuft über die REST-API und lässt sich pro Datentyp und Richtung konfigurieren. Du entscheidest also, was wohin fließt.
Konkret bewegen sich die Daten so:
- Von PlentyONE zu Shopify: Produktdaten, Preise und Verfügbarkeiten. Dein ERP ist die Quelle der Wahrheit für den Katalog.
- Von Shopify zu PlentyONE: Bestellungen. Was im Shop gekauft wird, landet zur Abwicklung im ERP.
Klingt erst mal komplett. Und für viele Standard-Shops reicht das auch. Wie du die Anbindung Schritt für Schritt einrichtest, beschreiben wir ausführlich im Beitrag PlentyONE mit Shopify verbinden. Wer komplexere Mappings oder Zwischenlogik braucht, kann alternativ auf eine Middleware wie Synesty für PlentyONE und Shopify setzen.
Aber die native App deckt nicht jeden Datentyp ab. Gerade im B2B fehlen ein paar Felder, die im Alltag richtig wehtun, wenn sie nicht mitkommen.
Wo die native Schnittstelle an Grenzen stößt, und wie die Shopify Toolbox hilft
Die Standard-App überträgt bestimmte Detaildaten nicht, die vor allem B2B- und DACH-Händler brauchen. Genau hier setzt unsere Shopify Toolbox an. Das Plugin erweitert die native PlentyONE Schnittstelle zu Shopify.
Die Toolbox importiert die Felder, die sonst durchs Raster fallen: USt-ID, Tags, Auftragssprache, manuelle Zahlungsarten und lokale Abholung. Für einen reinen B2C-Shop mit Vorkasse und Standardversand mag das nebensächlich klingen. Für einen B2B-Händler mit Rechnungskauf und Geschäftskunden ist es der Unterschied zwischen „läuft" und „geht nicht".
Die Toolbox lässt sich 30 Tage kostenlos testen, danach läuft sie im Abo. Sie ist aus unseren eigenen Migrationsprojekten entstanden, weil wir die Lücken immer wieder gesehen und irgendwann sauber geschlossen haben. Wenn dein Setup noch speziellere Sonderfälle hat, bauen wir Schnittstellen auch individuell; einen Eindruck davon gibt der ERP-Connector für die Göde Gruppe oder unser Bereich individuelle Softwareentwicklung.
Migration in 6 Phasen: so läuft der Umstieg ab
Ein sauberer Umstieg folgt sechs Phasen, ohne das ERP anzufassen. Der große Vorteil: Weil PlentyONE bleibt, ist keine dieser Phasen ein Backend-Umbau. Du arbeitest ausschließlich am Frontend und an der Verbindung.
- Audit & Zieldefinition: Bestandsaufnahme, Ziele, Datenumfang klären.
- Datenmapping: Produkte & Kategorien auf die Shopify-Struktur überführen.
- Schnittstelle & Sync-Setup: Native App plus ggf. Shopify Toolbox konfigurieren, Richtungen festlegen.
- Theme & Checkout: Storefront, Content und Checkout in Shopify aufbauen.
- Cutover & Redirects: 301-Weiterleitungen setzen, SEO-Rankings absichern.
- Go-Live & Monitoring: Nach dem Go-Live wird die Performance überwacht und der Shop weiter optimiert.
Die kritischste Phase ist der Cutover. Hier entscheidet sich, ob du deine mühsam aufgebauten Google-Rankings mitnimmst oder verlierst. Eine vollständige Redirect-Map, die alte PlentyShop-URLs sauber auf die neuen Shopify-Pfade leitet, ist Pflicht. Ein Tipp aus der Praxis: Fahr die neue Storefront erst im Parallelbetrieb und teste die Synchronisation gründlich, bevor du live gehst.
Dass dieser Ablauf funktioniert, haben wir mehrfach bewiesen. Wir haben unter anderem Wunderbad von PlentyONE zu Shopify migriert und auch die Migration von DENIMFY nach genau diesem Muster umgesetzt: Storefront neu, ERP behalten.
Was der Umstieg kostet und wie lange er dauert
Eine seriöse Antwort ist eine Spanne, keine Pauschale. Weil das ERP bleibt, ist die Storefront-Migration deutlich schlanker als eine komplette Systemablösung. Du zahlst nicht für den Umzug einer ganzen Warenwirtschaft, sondern für ein neues Frontend plus die Anbindung.
In der Praxis bewegt sich eine Shopify-Storefront-Migration meist im Bereich von einigen Wochen bis zu wenigen Monaten. Wo genau du landest, hängt an vier Hebeln:
- Datenmenge: wie viele Produkte, Varianten und Kategorien mappst du?
- Theme-Individualisierung: Standard-Theme oder maßgeschneidertes Design?
- Schnittstellen-Sonderfälle: viele davon löst die Toolbox von der Stange.
- Content: wie viel redaktioneller Inhalt zieht mit um?
Bei den laufenden Kosten kommt Shopify selbst dazu. Was die verschiedenen Pläne konkret kosten, haben wir in Shopify Kosten im Überblick aufgeschlüsselt. Für die technische Umsetzung des Storefront-Wechsels sind wir als Shopify Agentur dein Ansprechpartner für alle Themen von der Redirect-Map bis zum Go-live.
Fazit: Ein Frontend-Wechsel, kein Systembruch
Die Migration von PlentyShop LTS zu Shopify ist kleiner, als sie zunächst klingt. Und genau das ist die gute Nachricht.
- Storefront ≠ ERP: Du wechselst nur das Frontend, PlentyONE bleibt dein Backend.
- Kein Zwang, aber klare Richtung: LTS ist Legacy, ohne hartes Enddatum. Der Umstieg lohnt aus Performance- und Flexibilitätsgründen.
- Schnittstelle plus Toolbox: Die native App deckt den Standard ab, die Shopify Toolbox schließt die B2B-Lücken.
- Sechs überschaubare Phasen: Vom Audit bis zum Go-live, ohne das ERP umzubauen.
Wenn du wissen willst, ob sich der Wechsel für deinen Shop rechnet, sprich mit uns. Wir haben genau diese Migration mehrfach begleitet und sagen dir ehrlich, was auf dich zukommt. Buch dir ein unverbindliches Erstgespräch. Wir schauen gemeinsam auf dein Setup.
Häufige Fragen zum Wechsel von PlentyShop LTS zu Shopify
Nein. Bei der Migration von PlentyShop LTS zu Shopify wird nur die Storefront getauscht. PlentyONE bleibt als ERP bestehen und wird über die native Schnittstelle mit Shopify verbunden. Deine Warenwirtschaft, Bestände und Marktplatz-Anbindungen laufen unverändert weiter.
Es gibt kein bestätigtes, hartes Abschaltdatum. PlentyShop LTS ist aber Legacy: Neue Funktionen fließen nur in den Nachfolger, nicht mehr in LTS. PlentyONE empfiehlt den Umstieg aktiv. Der Wechsel ist also eine strategische Entscheidung, kein durch ein Enddatum erzwungener Notfall.
Ja, die native PlentyONE-Shopify-App ist kostenlos und im System integriert. Sie synchronisiert Produkte, Preise, Bestände und Aufträge bidirektional. Für zusätzliche B2B-Felder wie USt-ID oder manuelle Zahlarten ergänzt die apoio Shopify Toolbox die Anbindung, mit 30-tägigem Gratis-Test, danach im Abo.
PlentyONE ist der neue Name von plentymarkets. Seit November 2024 heißt die Marke und die dazugehörige Firma PlentyONE. Das Produkt, das Multichannel-ERP System für E-Commerce, ist dasselbe.
Der läuft unverändert über PlentyONE weiter. Weil das ERP dein zentrales Multichannel-System bleibt, wird Shopify nur ein zusätzlicher Verkaufskanal, die neue Storefront. Deine bestehenden Marktplatz-Anbindungen musst du dafür nicht anfassen.





