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2024 wurde aus plentymarkets plentyONE. 2025 kam die neue Editionsstruktur für KMU dazu. Seitdem bekommen wir in unserer PlentyONE-Beratung fast jede Woche dieselbe Frage: Was kostet plentyONE 2026 eigentlich wirklich?
Eine einzelne Zahl gibt es nicht. Du zahlst eine Grundgebühr, einen GMV-gekoppelten Aufschlag und einmalig Setup. Wie diese drei Bausteine in der Praxis zusammenkommen, zeigt dieser Artikel anhand aller fünf Editionen, eines konkreten Rechenbeispiels und im Vergleich zu Shopify Plus und Shopware.
Was kostet plentyONE im Monat? Übersicht aller Tarife 2026
plentyONE startet bei 59 €/Monat (Lite) und reicht bis zu individuell verhandelten Enterprise-Angeboten (Ultimate). Die fünf Editionen sind nach durchschnittlichem monatlichen GMV und Funktionsumfang gestaffelt.
Alle Preise sind netto zzgl. gesetzlicher USt. und beziehen sich auf das jeweils inkludierte GMV-Limit.

Wie funktioniert das GMV-Preismodell von plentyONE?
Die monatliche Rechnung hat zwei Teile: die Grundgebühr deiner Edition und einen prozentualen Aufschlag auf den Teil des GMV, der über dem inkludierten Limit liegt. Wer im November und Dezember überzieht, zahlt nur für den Überhang. Das ganze nächsthöhere Edition-Level wird nicht fällig.
Damit unterscheidet sich plentyONE vom Flat-Fee-Modell von Shopify Plus, wo die Grundgebühr unabhängig vom tatsächlichen Umsatz läuft. Für Händler mit stark schwankendem Geschäft ist das ein echter Vorteil. Bei sehr konstantem, margenarmem Massengeschäft kann die Flat Fee dagegen die bessere Wahl sein.
Eine Sache, die viele übersehen: Der konkrete GMV-Prozentsatz ist Verhandlungssache und steht erst im individuellen Angebot. Hol dir die Zahl vor Vertragsabschluss schriftlich. Ohne sie kannst du deine Gesamtkosten nicht aussagekräftig rechnen.
PlentyONE Lite, Lite+, Expand, Scale, Ultimate: welcher Tarif ist der richtige?
Lite passt zu Solo-Sellern bis 1.000 Varianten und 5 Marktplätzen. Scale ab 229 € richtet sich an Multichannel-Händler mit bis zu 25 Marktplätzen, 40 Benutzern und 50 automatisierten Workflows. Die folgende Übersicht zeigt die harten Limits, an denen die Abo-Wahl in der Praxis hängt.
Lite: 59 €/Monat
- 5 Marktplätze, 1 plentyONE Shop, 1 externer Shop
- 1.000 Varianten, 5 Benutzer, 1 Mandant
- 10 automatisierte Workflows, 1 Lager
- 5.000 Daten-Syncs/Tag, kein POS
- Geeignet für Einsteiger, die ihr ERP zentralisieren wollen, aber noch keine komplexe Multichannel-Logik fahren.
Lite+: 99 €/Monat
- 10 Marktplätze, 5.000 Varianten, 10 Benutzer, 2 Mandanten
- 15 Workflows, 2 Lager
- Erste Multichannel-Skalierung; sinnvoll, sobald ein Händler dauerhaft 6+ Verkaufskanäle bespielt.
Expand: 149 €/Monat
- 15 Marktplätze, 10.000 Varianten, 20 Benutzer
- 20 Workflows, 5 Lager + mobile App
- 15.000 Syncs/Tag, API-Zugriff, 1 stationäre Kasse (POS)
- Der erste Tarif mit Lager-App und POS. Für etablierte KMU mit Filial-Geschäft meistens die passende Grundgröße.
Scale: 229 €/Monat
- 25 Marktplätze, 25.000 Varianten, 40 Benutzer, 6 Mandanten
- 50 Workflows, 10 Lager, 5 POS-Kassen
- 50.000 Syncs/Tag, bis 166.000 API-Abrufe/Tag, Premium-Support
- Ab hier trägt plentyONE auch umsatzstarke Multichannel-Operationen als zentrales System.
Ultimate: auf Anfrage
- 150+ Marktplätze, 150.000 Varianten, 500 Benutzer, 20 Mandanten
- 50 Lager, 15 POS-Kassen, 500 Workflows, unbegrenzte API-Abrufe
- Enthält Onboarding und Managed Services
- Für Konzernstrukturen, Multi-Brand-Setups oder komplexe B2B-Modelle.

Welche Zusatzkosten kommen on top? Setup, Plugins, PlentyONE Agentur
Wer PlentyONE selbst aufsetzt, sollte mindestens zwei bis drei Monate Einarbeitung einplanen. Mit Agentur liegen die einmaligen Setup-Kosten realistisch zwischen 3.000 € und 15.000 €. Die Spanne ist groß, weil sie sehr unterschiedliche Setups und Anforderungen abdeckt.
Folgende Posten kommen typischerweise zur monatlichen Grundgebühr noch dazu:
- Datenmigration aus dem Alt-ERP (Artikel, Bestellhistorie, Kundendaten)
- Marktplatz-Konfiguration pro Kanal. Der Aufwand wächst überproportional mit der Kanalanzahl, weil jeder Marktplatz seine eigenen Anforderungen an Attribute, Bilder und Versandregeln stellt.
- Plugins aus dem plentyMarketplace für Zahlarten, Versandanbindungen und Buchhaltung
- Theme-Entwicklung für den PlentyONE-Shop, falls genutzt
- Mitarbeiterschulung für Backend und Workflow-Design
- Optionale Growth Services direkt von PlentyONE (Premium-Onboarding, dedizierter Customer Success Manager)
In unseren Setup-Projekten als plentyONE-Agentur sehen wir grob folgende Verteilung. Ein einfaches Lite- oder Lite+-Setup mit zwei bis drei Marktplätzen und Standard-Theme liegt bei 3.000 bis 6.000 €. Ein Expand- oder Scale-Projekt mit Datenmigration, acht oder mehr Marktplätzen und individuellen Workflows landet typischerweise zwischen 8.000 und 15.000 €. Ultimate-Implementierungen sprengen diese Spanne regelmäßig, weil dort oft Multi-Mandanten-Strukturen und individuelle API-Anbindungen dazukommen.
Sind die Preise transparent oder gibt es versteckte Kosten?
Die zentralen ERP- und Marktplatz-Funktionen sind in jeder Edition inklusive. Weitere Lizenzgebühren fallen nicht an. Die einzige variable Position ist die GMV-Überschreitungsgebühr, die im individuellen Vertrag prozentual festgelegt wird. Früher gab es daran Kritik, weil der Prozentsatz nicht öffentlich kommuniziert wurde. 2026 ist die Tarifseite zwar deutlich aufgeräumter, der konkrete GMV-Prozentsatz steht aber weiterhin nur im individuellen Angebot.
Auf OMR Reviews liegt PlentyONE bei 3,9 von 5 Sternen aus 84 Bewertungen (OMR Reviews, 2026). Die Mischung aus Lob und Frust hat in unserer Lesart weniger mit den Preisen zu tun als mit der Lernkurve und der Systemkomplexität.
Vor dem Vertragsabschluss lohnt sich eine kurze Checkliste:
- GMV-Prozentsatz schriftlich im Angebot stehen haben.
- Inkludiertes GMV-Limit der Edition mit deinem 12-Monats-Forecast abgleichen.
- Klären, ob saisonale Spitzen automatisch zur Überschreitungsgebühr führen oder ob eine Toleranz vereinbart ist.
- Setup- und Plugin-Kosten separat budgetieren. Sie sind nicht Teil der Monatsgebühr.
PlentyONE vs. Shopify Plus vs. Shopware – Kostenvergleich
Bei 1,5 Mio. € Umsatz kostet Shopify rund 66.600 € über drei Jahre, Shopware kommt im selben Szenario auf rund 168.000 €. Bei 10 Mio. € Umsatz sind es bei Shopify Plus rund 90.000 €, bei Shopware rund 150.000 €. PlentyONE rechnet anders. Die Scale-Grundgebühr von 229 € pro Monat ergibt über drei Jahre rund 8.250 €. Dazu kommt die GMV-Gebühr, die den Gesamtbetrag je nach tatsächlichem Umsatz nach oben treibt.
Zur Einordnung: Shopware hat seit Juli 2025 eine Umsatzschwelle von 1 Mio. € pro Jahr für die kostenlose Community Edition. Wer darüber liegt, muss in eine Bezahledition wechseln, die ab 600 € pro Monat startet.

Lohnt sich PlentyONE 2026? Wirtschaftlichkeits-Check
PlentyONE rechnet sich vor allem für Multichannel-Händler mit fünf oder mehr Marktplätzen und stark schwankendem Umsatz, weil die Plattformkosten mit dem Geschäft mitwachsen. Wer dagegen ein eher margenarmes Geschäft mit gleichmäßigem Monatsumsatz fährt, kommt mit einer Flat-Fee-Plattform unter Umständen günstiger weg. Die GMV-Prozent-Logik schlägt dann konstant zu, ohne dass die Plattform im selben Maß mehr Wert liefert.
Ein typisches Szenario aus unserer Beratungspraxis: Multichannel-Händler mit etwa 500.000 € GMV pro Monat, acht Marktplätzen, zwei Lagern.
- Scale-Edition als Basis: 229 € pro Monat, das sind rund 2.748 € pro Jahr Grundgebühr netto
- GMV-Überschreitungsgebühr auf den Teil über dem Limit (vertraulich, individuell verhandelt)
- Plugin-Stack rund 80 bis 150 € pro Monat für Versand, Buchhaltung und PIM-Erweiterung
- Setup einmalig rund 11.000 €
- Gesamtkosten im ersten Jahr inklusive Setup deutlich unter Shopware Rise auf vergleichbarer Komplexitätsstufe, weil bei Shopware Customizing und Hosting separat dazukommen
Ultimate wird erst interessant, wenn mindestens zwei der folgenden Punkte zutreffen: mehr als 10 physische Lager, mehr als 40 aktive Backend-Nutzer, individuelle SLA-Anforderungen, mehrere parallel laufende Markenmandanten oder mehr als 150.000 SKUs. Darunter ist Scale fast immer das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis.
Fazit
Mit 59 € im Monat ist der Einstieg auch für kleine Händler machbar. Das GMV-Modell koppelt die Plattformkosten an dein Wachstum, was bei saisonalem Geschäft hilft und bei margenarmer Massenware eher bremst. Der größte Hebel, den viele unterschätzen, ist die Setup-Investition zwischen 3.000 und 15.000 € einmalig. Dass du 30 Tage ohne Kreditkarte testen kannst, nimmt zumindest das Anfangsrisiko aus der Entscheidung.
Wenn du wissen willst, welche Edition wirtschaftlich zu deinem Business passt und wie eine realistische Gesamtkosten-Rechnung für dein Setup aussieht, dann melde dich. Wir rechnen dir bei einem kostenlosen Erstgespräch Edition, GMV-Gebühr und Setup-Aufwand transparent durch.
FAQ: Häufige Fragen zu den PlentyONE Preisen 2026
PlentyONE ist eine cloudbasierte All-in-One-E-Commerce-Plattform aus Deutschland (ehemals plentymarkets), die Warenwirtschaft, Multichannel-Vertrieb, Shop und Auftragsabwicklung in einem System vereint. Händler verkaufen damit zentral über eigene Onlineshops und mehr als 100 Marktplätze wie Amazon, eBay oder Kaufland.
plentyONE startet bei 59 €/Monat (Lite). Lite+ beginnt bei 99 €, Expand bei 149 €, Scale bei 229 €. Ultimate wird individuell angeboten. Zur Grundgebühr kommt eine prozentuale GMV-Überschreitungsgebühr, falls das inkludierte GMV-Limit überschritten wird.
Nur der Teil des monatlichen GMV, der über dem inkludierten Limit der gebuchten Edition liegt, wird mit einem vertraglich vereinbarten Prozentsatz verrechnet. Temporäre Saisonspitzen zwingen dich nicht direkt zum Upgrade. Gerechnet wird tatsächlich nur der Überhang.
Ja. plentyONE bietet 30 Tage kostenlosen Test ohne Kreditkarte und ohne Abo-Bindung. Artikel-Import, Marktplatz-Anbindungen und Auftragsabwicklung sind in der Testphase nutzbar.
Realistisch 3.000–15.000 € einmalig, abhängig von Migrationsumfang, Anzahl der Marktplätze, Komplexität der Workflows und Theme-Entwicklung. Wer ohne Agentur startet, sollte mindestens 2–3 Monate intensives Onboarding einplanen.
PlentyONE ist seit 2024 der neue Markenname für die Cloud-ERP-Plattform plentymarkets. Funktion und Codebase sind dieselben; die Editionsstruktur wurde 2025 mit den fünf KMU-Editionen Lite, Lite+, Expand, Scale und Ultimate neu aufgesetzt. Bestandskunden wurden über ihre Vertragsbetreuung migriert.
- Fünf Editionen 2026: Lite (ab 59 €/Monat), Lite+ (ab 99 €), Expand (ab 149 €), Scale (ab 229 €), Ultimate auf Anfrage.
- Du zahlst die Grundgebühr plus einen prozentualen Aufschlag, sobald dein Monatsumsatz über dem inkludierten GMV-Limit liegt. Saisonale Spitzen zwingen dich nicht zum Upgrade.
- Setup mit Agentur kostet realistisch 3.000 bis 15.000 € einmalig. Wer es allein macht, plant zwei bis drei Monate Einarbeitung ein.
- 30 Tage Test ohne Kreditkarte und ohne Bindung.
- Wirklich lohnt sich PlentyONE für Multichannel-Händler mit fünf oder mehr Marktplätzen und schwankendem Umsatz. Bei margenarmem Konstantgeschäft kann eine Flat-Fee-Plattform günstiger laufen.





